DrayTek Vigor 130 als Modem

DrayTek Vigor 130 im „Bridge Mode“ als VDSL2 Modem

Da ich einen hinter dem Pepcom-Anschluss (Cablesurf Tarif „cablesurf 50“) einen Mikrotik-Router betrieben wollte, musste ich mir ein VDSL2 fähiges Modem anschaffen. Da viel die Wahl relativ schnell auf der Vigor 130 von DrayTek, da es einige gute Kritiken im Netz bekam. Es ist nicht nur ein Modem, sondern kann auch als Router konfiguriert werden, deshalb werden wir es erst konfigurieren.

Im Auslieferungszustand kommt man an die Konfiguration, wenn man das Modem mit einem Netz mit der Adresse 192.168.1.0 sowie der Subnetzmaske 255.255.255.0 mit dem LAN-Port den Modems verbindet. Die Host-Adresse des Modems ist dann die 192.168.1.1.  Der Rechner mit dem die Konfigurationsseite angezeigt werden soll kann dann eine beliebige Adresse im Bereich von 192.168.1.2 – 192.168.1.254 haben.

Der Default Login ist User: admin und Pass: admin.

Ist die Firmware aktuell?

Als erstes schauen wir dann ob die Firmware auf dem Modem aktuell ist. In meinem Fall war es die Version 3.8.1.2_m7 . Das war auch die Aktuellste.

Die aktuelle Firmware für das DrayTek Vigor 130 findet ihr hier zum Download: http://myvigoreu.draytek.com/download_de/Vigor130/

DrayTek Vigor 130 als Modem im „Bridge Mode“ einrichten

Der Vigor 130 kann nicht nur als Modem agieren, sondern auch als Router. In meinem Fall will ich aber als Router ein Mikrotik Routerboard 2011UiAS-RM verwenden. Deshalb soll der Vigor 130 als Modem im Bridge Mode betrieben werden. Dieser Bridge Mode macht nichts anderes als PPPoE Anfragen die am LAN Interface ankommen direkt ans WAN Interface weiter zu leiten.

D.h. das Mikrotik Routerboard sendet die PPPoE-Pakete über seine WAN-Schnittstelle an die LAN-Schnittstelle des DrayTek Modem. Das Gerät verhält sich quasi transparent und leitet die Pakete an die Gegenstelle der VDSL Leitung weiter. Somit baut das Mikrotik Routerboard die Verbindung auf und erhält auch die vom Provider vergebene IP-Adresse.

Schaut Euch die folgenden Bilder der Einstellungen an und schaut das es bei Euch genau so aussieht (es kann sein das ihr nach jeder Änderung neu booten müsst):

Im General Setup habe ich den „Physical Mode“ auf „VDSL2 only“ gestellt. Den erfolderlichen VDSL2 VLAN Tag sendet bei mir später das Mikrotik Routerboard. Deshalb sind die VLAN Tag insertion Optionen alle auf „Disable“ gestellt.

 

Der „PPPoE/PPPoA Client Mode“ ist bei mir auf „Disable“ gesetzt, da diese Aufgabe ja auch mein Mikrotik Routerboard übernimmt.

Unter den „MPoA / Static or dynamic IP“ Einstellungen setzt ihr auf „MPoA (RFC1483/2684)“ auf „enabled„.

Bei der „Encapsulation“ wählt ihr „1483 Bridged IP LLC„. „VPI“ sollte auf „1″, „VCI“ auf „32″ gesetzt sein. VPI steht für Virtual Path Identifier, VCI für Virtual Channel Identifier, und kommt aus dem ATM-Protokoll. „Modulation“ habe ich auf „Multimode“ gelassen.

„WAN Connection Detection“ auf „ARP Detect“ stehen lassen. „MTU“ auf 1500 setzen. „RIP Protocol“ ist NICHT „enabled“.

Bei den Einstellungen für den „Bridge Mode“ setzt ihr das Häckchen bei „Enable Bridge Mode„. Die LLC-Bridge wird verwendet, um zwei Teilnetze mit verschiedenen Zugriffsverfahren (bei uns Ethernet und ) zu koppeln und besteht (idealisiert) aus zwei Teilen, die miteinander verbunden sind, wobei das Medium zwischen beiden Teilen hierbei egal ist.

Wenn die Einstellungen alle gemacht sind, und ihr der DrayTek Vigor 130 einen Reboot gemacht hat, dann könnt ihr auf der Konfigurationsseite folgendes sehen:

Unter dem Menüpunkt „Online Status“ -> „Physical Connection“ sollte nach dem Reboot der „State“ „TRAINING“ angezeigt werden. Man sieht die Geschwindigkeiten sind noch nicht ausgehandelt, sowie auch noch kein SNR (Signal Rausch Abstand). Nach kurzer Zeit sollte sich das ändern:

Man sieht hier schön, das verwendete VDSL2-Profil „17A„, der „State“ hat sich auf „SHOWTIME“ geändert. Up- und Down Speed, sowie die SNR-Werte sind gesetzt. Einzig beim WAN Status ist noch alles rot – das ist aber ok, weil ja später unser Routerboard die PPPoE Einwahl machen soll.

Wie Euch vielleicht aufgefallen ist ist beim „LAN Status“ die „IP Address“ auf „192.168.19.1“ eingestellt. Lasst Euch deswegen nicht verwirren. Das erkläre ich dann später nachdem das Routerboard konfiguriert ist. Wenn ihr einen Router mit dem Modem verbindet, ist es dem erst mal ziemlich egal was da für eine IP Adresse eingestellt ist. Das war jetzt nur für die Konfiguration wichtig die Konfigurationseite vom Modem zu sehen. PPPoE geht über Ethernet. Der Ethernet Layer (Osi-Schichten-Modell) kennt noch keine IP Adressen, sondern nur MAC Adressen.

D.h. ab jetzt könnt ihr einen beliebigen Router anschließen, der kein eigenes Modem hat, jedoch PPPoE und VLAN Tags unterstützt.

🙂